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Infobrief Nr. 4, 12.09.2007
Liebe Besucher unserer Webseite,
es gibt neue, gute und schlechte Nachrichten.
Die schlechten zuerst:
Der Petitionsausschuss hat das Petitionsverfahren
abgeschlossen, ohne auf unsere Petition inhaltlich zu antworten. Dazu hat er
ein gutes Jahr gebraucht. Er war aber trotz der langen Zeit offenbar nicht in
der Lage, auch nur e i n e s unserer sorgfältig zusammengetragenen
Argumente zu entkräften. Die Antwort des hohen Hauses ist daher nicht mehr als
ein „ B a s t a “, das allerdings den Anschein einer parlamentarischen
Willensbekundung trägt. Wer den Text der Antwort lesen will und unsere
ausführliche Stellungnahme dazu, kann dies auf unserer Webseite www.b258nein.de tun. (Am einfachsten zu
erreichen wie immer unter „Aktuelles“.)
Auch das Bundesverkehrsministerium (BMVBS) zögert die
Antwort auf unsere im Februar formulierte Kritik am Bewertungsverfahren hinaus.
Zur Erinnerung: dabei geht es um das Nutzen/Kosten-Verhältnis (NKV) von 6,0,
das als – nachträgliche – Rechtfertigung für die Einstufung in den
vordringlichen Bedarf und damit zum Planungsauftrags an den Landesbetrieb
diente. Dass der Kostenanteil im NKV zu niedrig geschätzt wurde, hat das BMVBS
schon Anfang des Jahres bestätigt. Auch die Berechnung des Nutzenanteils ist
nach unserer Überzeugung mehr als unplausibel, wenn nicht sogar haarsträubend.
Aber auf die Bestätigung von Leuten, die es eigentlich wissen müssten und die
mit solchen Berechnungen ihre politischen Entscheidungen rechtfertigen, müssen
wir wohl noch etwas warten. Wer sich damit näher befassen möchte, sei ebenfalls
auf unsere Webseite verwiesen.
Die – hoffentlich – guten Nachrichten:
Es geht zur Zeit nicht gerade schnell voran mit der
Straßenplanung. Da die Umweltverträglichkeitsstudien auf deutscher („UVS“) und
auf niederländischer Seite („MER“) koordiniert erstellt werden sollen, wirken
sich Verzögerungen auf der einen Seite auch auf die andere Seite aus:
Auf niederländischer Seite sollten Anfang September zwei
Öffentlichkeitstermine stattfinden. Aber die Gemeinden der Parkstad haben bei
der Provinz Limburg dagegen protestiert, weil die Studie ihrer Ansicht nach
noch nicht vollständig war. Die Folge: die Veröffentlichungstermine wurden
wieder abgesagt! Da genaue Informationen über den Inhalt der Kritik nicht
veröffentlicht wurden, ist auch nicht absehbar, ob die Überarbeitung schnell
oder langsam erfolgt.
Jedenfalls wird deswegen der für September avisierte
Behördentermin auf deutscher Seite, auf den wir bei unserer Veranstaltung
„Musik statt Lärm“ im Mai hingewiesen
haben, vorläufig nicht stattfinden. Vielleicht können die Ergebnisse der UVS
erst etwa im November den deutschen Behörden vorgestellt werden. Im Anschluss
daran und an die Abstimmung der Behörden untereinander wird dann die o f f i z i e l l e B ü r g e r b e t e i l i g u n g in Aachen im Rahmen des
Linienbestimmungsverfahrens erfolgen.
Eine entscheidende Rolle in dieser Absprache zwischen den
Behörden wird die Haltung der Stadt Aachen spielen, die sich bekanntermaßen in
mehreren Gremien und nahezu einstimmig gegen die Straße ausgesprochen hat!
Trotzdem wird es wichtig sein, dass wir die Ergebnisse der
UVS sehr genau unter die Lupe nehmen und bei der anstehenden Bürgerbeteiligung
unseren Protest gegen den Bau der B 258n deutlich zum Ausdruck bringen!
Für den Koordinationskreis
Ralf Spilker
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